queerspace

Queer:Space will dazu beitragen, die Situation von queeren Jugendlichen im Kiez zu verbessern.

In unserem Kiez, dem Kiez rund um den Görlitzer Park (Sozialraum 4, Kreuzberg) findet sich keine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die sich explizit an LGBTI*-Jugendliche wendet und es gibt auch keine sichtbaren Angebote und Hilfsstrukturen für queere Jugendliche. Dabei liegt Kreuzberg bei trans*- und homofeindlichen Angriffen an zweiter Stelle in Berlin. Wir möchten mit unserem Projekt die Situation für queere Jugendliche im Kiez deutlich verbessern. Wir fordern ein queeres Jugendzentrum für Kreuzberg! Und bis es das gibt, arbeiten wir mit den Jugendeinrichtungen zusammen, die schon da sind. 

Auf Nachfrage versichern zwar Mitarbeiter*innen einige Einrichtungen, sehr wohl für LGBTI-Jugendliche offen zu sein, aber diese werden weder direkt angesprochen, noch bieten sie thematische Veranstaltungen oder Angebote oder gar eine entsprechende Infrastruktur (wie genderneutrale Toiletten oder Umkleiden). 

Neben der Frage nach Freizeiteinrichtungen stehen auch Informationsangebote für Jugendliche zum Thema im Fokus: wo erhalten Jugendliche Unterstützung und Hilfe? Wohin mit ihren Fragen und Unsicherheiten? Wohin können sie sich wenden, wenn sie gemobbt oder angegriffen werden? Obwohl Kreuzberg bei der Zahl der trans- und homofeindlichen Angriffe an zweiter Stelle steht, gibt es im näheren Umkreis keine Einrichtungen, die LGBTI*-Jugendliche beraten oder Hilfsangebote unterbreiten. 

Wir möchten über evtl. bestehende Angebote informieren, neue Angebote einfordern und diese auch selbst schaffen. Gemeinsam mit LGBTI*-Initiativen und den Jugendeinrichtungen im Kiez, möchten wir das Angebot und die Ansprache an queere Jugendliche deutlich verbessern. Es reicht nicht, offen für queere Jugendliche zu sein. Wenn diese sich nicht angesprochen und eingeladen fühlen, wenn es bspw. keine genderneutralen Toiletten, keine inhaltliche Auseinandersetzung mit relevanten Themen gibt, werden queere Jugendliche die Einrichtungen nicht besuchen. Nur wer gesehen wird, fühlt sich willkommen.

Wir werden in den nächsten Monaten an dieser Stelle mehr über unser Vorhaben berichten.